Signiert! – Sonka (Ps. f. Hugo Sonnenschein): Die Legende vom weltverkommenen Sonka.

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„Kunst will Sein und Sein ist nichts als Liebe!“

Vorzugsausgabe der ersten Buchausgabe mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift des Autors!

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Beschreibung

Hugo Sonnenschein – Sonka – Die Legende vom weltverkommenen Sonka, 1920

mit eigenhändiger handschriftlicher Widmung und handschriftlicher Signatur im Impressum

(Sonnenschein, Hugo:) Die Legende vom weltverkommenen Sonka.

Leipzig, Wien, Zürich, E.P.Tal, 1920.

8°. 40 S. 2 B. Zweifarbiger Druck in Rot (Vortitel und Initialen) und Schwarz. Originalhalbleder mit Rückentitelprägung und lithographiertem Einband und Vorsätzen von Artur Berger

Rücken an den Kapitalen etwas berieben, Einband stellenweise leicht gebräunt, sonst sehr guter Zustand – nahezu ungebrauchtes Exemplar!

Eines von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf italienischen Bütten. Dieses Exemplar ist nicht nummeriert. Im Impressum die eigenhändige Signatur „Hugo Sonnenschein“. Ohne Signatur des Künstlers Artur Berger.

„Dieses Werk wurde in der Offizin der Waldheim-Eberle A.G. Wien gedruckt. Die Steinzeichnungen auf Vorsatz und Umschlag sind von Artur Berger. Zwanzig numerierte(sic!) Exemplare wurden auf italienischen Bütten abgezogen und von Verfasser und Zeichner signiert. Davon trägt dieses die Nummer (-).“

Auf dem Vortitel die eigenhändige handschriftliche Widmung des Verfassers:

„Herrn Theo de Marcel, dem Kameraden von Amsterdam zugeignet (sic!)“

 

Hugo Sonnenscheins expressionistische Gedichtsammlung „Die Legende vom weltverkommenen Sonka“ wurde erstmals in der Zeitschrift „Der neue Daimon“ im Dezember 1919 veröffentlicht. Im Jahr darauf erschien dann die erste Buchausgabe im E.P. Tal Verlag, der das vorliegende Exemplar entstammt. Das Periodikum „Der neue Daimon“ wurde vom Genossenschaftsverlag verlegt, den Hugo Sonnenschein gemeinsam mit Albert Ehrenstein, Fritz Lampl, Alfred Adler, Jakob Moreno Levy und Franz Werfel gegründet hatte.

Der sozialistisch-utopistische jüdische Schriftsteller Hugo Sonnenschein (Pseudonym „Sonka“, 1889-1953) stammte aus Mähren und zog vor dem ersten Weltkrieg als Vagabund durch Europa. Neben der Schweiz, Frankreich und Galizien ist auch ein Aufenthalt in Amsterdam zwischen 1907 und 1914 belegt. Vermutlich bezieht sich die Widmung auf diesen Aufenthalt. Aufgrund der wenigen überlieferten Quellen ist der Widmungsträger der „Kamerad von Amsterdam“ Theo de Marcel nicht näher zu identifizieren. Möglicherweise ist er mit dem gleichnamigen Buchillustrator identisch, der 1921 das bei Sonzogno in Mailand erschienene Buch „l tesoro dei Nibelunghi“ von Barbara Allason illustrierte, der ebenfalls nicht biographisch zu ermitteln ist.

Im Erscheinungsjahr der Buchausgabe 1920 nahm Sonnenschein an mehreren kommunistischen Kongressen teil, so an der Konferenz der nordwestböhmischen Kommunisten (Mai 1920) in Lom. Neben Emanuel Vajtauer und Malířová gehörte er zu den für die „Kommunistischen Gruppen“ zum 2. Kongress der Kommunistischen Internationale (Juli/August 1920, Moskau) entsandten Delegierten; die Rückreise über Skandinavien wurde durch seine Verhaftung im norwegischen Vardö unterbrochen. Nach seiner Rückkehr in die ČSR wurde Sonnenschein am 22.12.1920 in Kolin festgenommen und war bis zum 31.1.1921 im Gefängnis Kuttenberg inhaftiert

Nähere Angaben zu seiner tragischen, von ständiger Verfolgung geprägten Biographie:

https://limam.upol.cz/Authors/Detail/151

Die künstlerische Ausstattung stammt von Artur Berger (1892-1981), einem Schüler Josef Hoffmanns und Oskar Strnads, der vor allem als Filmarchitekt Bekanntheit erlangte. 1920 war er bei der Sascha-Film in Wien tätig und schuf die Ausstattungen für die Monumenalfilme von Michael Curtiz und Alexander Korda (wikipedia)

Weitere Informationen gerne auf Anfrage!

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